Das collecting:dreams Festival ist das erste postmigrantische Literaturfestival Deutschlands. Es setzt einen Schwerpunkt auf postmigrantische Autor*innen und lädt auch das Publikum dazu ein, sich in Erzählbühnen und Workshops zu beteiligen. 

Künstler*innen

Anton Vasilyev-Zarzhevskiy

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Today is July 13th, 2026, and I refuse to write about myself in the third person. My name is Anton Vasilyev-Zarzhevskiy. I’m a composer, field recordist, analog photographer, and sound engineer working predominantly in the contemporary music and sound art scene. I search for ways of making sounds and images – music, photography, and video – that oppose the imperial logic of alienation, constant expansion, and unlimited growth. I graduated from the Moscow Technical University Bauman (Radio-Electronic Systems) and the University of the Arts Bremen (Composition).

Armin Wühle

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Armin Wühle (er/ihm), geboren 1991, hat am Hildesheimer Literaturinstitut studiert und verfasst Prosa, Essays und Theaterstücke. Für seinen Debütroman recherchierte er in Bosnien und im Libanon – „Getriebene“ erschien 2021 im S. Marix Verlag (Verlagshaus Römerweg). Sein Theaterstück „Die Ungetrösteten“ wurde 2021 in Bregenz uraufgeführt. Er war Stadtschreiber in Goslar, trat ein Aufenthaltsstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) an. 2025 erhielt er den Dramatikpreis für Politik und Menschenrechte für sein Stück „Rue d’Armenie“, das im Herbst 2026 in Kooperation mit dem Goethe Institut in Yerevan aufgeführt wird. Im März 2026 erschien sein zweiter Roman “Mala Visión” im Albino Verlag.

Carmela Dentice

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Carmela Dentice (sie/ihr) ist Autorin, Workshopleiterin und Kulturarbeiterin aus Hannover. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Wahrnehmung, Ausdruck und verkörpertem Erleben. Sie entwickelt Schreib- und Dialogformate, die insbesondere migrantische und weibliche Stimmen in den Mittelpunkt stellen, und schafft sichere Räume für Austausch und gemeinsames Erzählen. Sie ist Vorstandsmitglied des Autor:innenzentrums Hannover und Gründerin von Migra Lit Up.

Eby Tangara

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Ich bin Eby Tangara (er/ihm), komme ursprünglich von der Elfenbeinküste und lebe seit etwa 20 Jahren in Hannover. 
Da ich im ärmsten Viertel der Millionenmetropole Abidjan aufgewachsen bin, wurde ich schon früh für soziale und gesellschaftliche Ungerechtigkeiten sensibilisiert. 
Auch da ich in einem relativ hohen Alter emigriert bin, hat die Konfrontation mit bestimmten Formen der Diskriminierung wie Rassismus, Antisemitismus, Homophobie meinen beruflichen Werdegang und mein ehrenamtliches Engagement geprägt. Als überzeugter Antikapitalist interessiere ich mich unter anderem für Musik, Literatur, Politik, Philosophie und Geschichte.

Elias Naeb

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Bremerhaven ist Elias’ Ausgangspunkt. Von hier aus schreibt er über Herkunft, über Widerspruch und über eine Würde, die nicht verhandelbar ist. Bei den Landesmeisterschaften Niedersachsen/Bremen 2025 erreichte er die Top 4 und qualifizierte sich damit für die internationalen deutschsprachigen Meisterschaften in Chemnitz. Dort trafen rund 80 Stimmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Belgien aufeinander. Seine war eine davon. Seine Texte bewegen sich zwischen Spoken Word, Sozialkritik und Biografie, aber sie suchen keinen Ausgleich. Sie halten die Spannung aus. Sie gehen dorthin, wo Empathie nicht beschönigt und Realität sich nicht relativieren lässt. Es geht um Rassismus, um das Aufwachsen zwischen Sprachen und Systemen, um die Frage, was es bedeutet zu bleiben, wenn Gehen oft näherliegt. Elias macht keine Kunst, die unterhalten will. Es ist eine, die erinnert. Eine, die sich weigert, leise zu sein.

Jacqueline Saki Aslan

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Jacqueline Saki Aslan ist eine yezidisch-deutsche Performancekünstlerin mit Theaterhintergrund, Moderatorin und Migrationsforscherin. Als Doktorandin an der Akademie der bildenden Künste Wien forscht sie an der Schnittstelle von Kunst, Migration und Erinnerungskultur. Ihre künstlerischen Soloarbeiten und Kollaborationen verbinden Performance, Sound und Installation und stellen diasporische und schriftlose Archive in den Mittelpunkt. In Lectures, Workshops und Publikationen untersucht sie, wie marginalisiertes Wissen, das kollektiv geteilt wird und trotzdem unsichtbar bleibt, Eingang in den öffentlichen Diskurs findet und wie solidarisches Erinnern praktisch werden kann. Aktuell setzt sie die Workshop-Reihe „Unerzählte Geschichten“ am Weltmuseum Wien um, wo zum ersten Mal gemeinsam mit Akteur*innen aus der Stadtgesellschaft eine Community Vitrine um neue Perspektiven erweitert wird. Letztes Jahr moderierte sie den Podcast „Die Mutter aller Gesellschaften“ mit Berlin Polyphon.

Julia Nitschke

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Julia Nitschke ist Performancekünstlerin und Autorin aus dem Ruhrgebiet. Nach ihrem Studium der Szenischen Forschung an der Ruhr-Universität Bochum arbeitet sie zu politischem Erinnern in queer-feministischen und familiären Post-Ost-Kontexten. Als Mitbegründerin der RuhrgebietsSpatzen entwickelte sie zuletzt eine queere Nummernrevue zu deutschsprachigen Schlagern seit der Jahrhundertwende. Sie ist Teil der Grupa Mauczka, die deutsch-polnische Migrationsgeschichten künstlerisch untersucht. Grupa Mauczka ist mit ihrer Arbeit Holy Spits / Święta Ślina Teil der Manifesta 16 Ruhr. Ihre Arbeiten wurden u.a. am FFT Düsseldorf, im Pathos Theater München und am Ringtheater Berlin gezeigt. 


Foto (c): Jana Mila Lippitz

Kadir Özdemir

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Kadir Özdemir (er/keine Pronomen) ist Autor, Theatermacher und Politischer Bildner. Nach dem Studium der Neueren Geschichte und Soziologie arbeitet Kadir Özdemir seit über 20 Jahren im Themenkomplex von Migration, Partizipation, Intersektionalität, Antidiskriminierung und Empowerment. Er ist Gründungsmitglied des Postmig Writers Collective und des Prisma Queer Migrants e.V., 2022 wurde er Residenzschriftsteller der Region Aachen. 2023 setzte er im Rahmen der vierzigjährigen Städtepartnerschaft zwischen Hannover und Hiroshima ein Literaturprojekt in Japan um. Er hat in zahlreichen Anthologien publiziert und veröffentlichte Kolumnen u.a. für das Migazin sowie das Staatstheater Hannover. Sein Lyrikdebüt “Baba, ich küsse unsere Narben” erscheint kurz vor dem Festival 2026 im Klassenbuch Verlag. Seit 2023 ist er Leiter des collecting:dreams Festival (#cdf). 

Krishan Rajapakshe

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Krishan Rajapakshe (he/they) is an artist and self-publisher building community through independent print media. Drawing and zine-making run as parallel practices, each with their own language, that come together in tactile publications functioning as platforms for social interaction. Their work moves beyond traditional gallery boundaries to establish relational spaces, including the kitchen as a site of learning, alongside temporary print workshops and public reading rooms, where the audience becomes active participants. Driven by a radical DIY ethos, Krishan uses the democratic nature of the copy machine to spark face-to-face dialogue and foster micro-communities of self-publishing practice. Krishan is also co-founder of RadioWBF, a community radio station, and Khaya_Practice studio, a zine library and publishing studio in Kreuzberg, Berlin.

Lakshmi Thevasagayam

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Lakshmi Thevasagayam ist als Tochter Eelam-tamilischer Geflüchteten geboren in Deutschland, Ärztin und Medientrainerin. Als Organizerin in Klimagerechtigkeitskämpfen wie Lützerath Lebt, in Gewerkschaftskämpfen im Krankenhaus und im ÖPNV und in antifaschistischen Kämpfen war sie immer konfrontiert mit einer weißen Mehrheitsgesellschaft und stand zusammen mit rassifizierten Menschen, die darin ihren Platz oft erst erkämpfen müssen. 

Lorena Jaume-Palasí

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Text folgt. 

Luna Ali

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Luna Ali, geboren 1993 in Syrien, studierte Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis in Hildesheim, Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut und Anthropologie an der Universität Leipzig. Ihr Debütroman „Da waren Tage“ erschien 2023 bei S. Fischer. Sie arbeitet bei Sea-Watch. Außerdem moderiert sie gemeinsam mit Christoffer Horlitz die Gesprächsreihe „Der Fröhliche Widerstand“ in den Universen der Cumberlandschen Bühne. 

Dr. Massimo Perinelli

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Dr. Massimo Perinelli ist Historiker, Autor, Podcaster (ManyPod) und Aktivist in postmigrantischen Initiativen. Seit 2016 arbeitet er als Referent für Migration bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Zuvor hat er 2001-2015 an der Universität zu Köln zur Geschichte des Films, zu Körper- und Sexualitätsgeschichte und zu US-Geschichte gelehrt und geforscht und 2009 zum italienischen Kino des Neorealismus promoviert. Er war seit 1999 Mitglied des Netzwerks Kanak Attak, 2013 Mitbegründer der Kölner Initiative „Keupstraße ist überall“ und hat seit 2014 das bundesweite Aktionsbündnis „NSU-Komplex auflösen“ mitinitiiert und die zivilgesellschaftlichen NSU-Tribunale in Köln 2017, Chemnitz 2019 und Nürnberg 2022 mitorganisiert. 2020 hat er gemeinsam mit Lydia Lierke den Band „Erinnern stören – Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive“ (Verbrecher) herausgegeben und 2025 mit Mia Neuhaus und Lucas Mielke den Band „Solidarität – eine reale Utopie“ (Verbrecher).

Mithu Sanyal

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Dr. Mithu M. Sanyal ist Schriftstellerin Kulturwissenschaftlerin und Kritikerin, für WDR, DLF, SWR, Der Spiegel, The Guardian, BBC, SZ, FR, FAZ, DIE ZEIT, taz, etc. Als Jurorin sitzt sie u.a. in der Jury des Ingeborg Bachmann Preises. Sachbücher: „Vulva“ (Wagenbach), „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“ (Nautilus.) und „Mithu Sanyal über Emily Bronte“ (KiWi). Ihr Debütroman „Identitti“ (Hanser) wurde mit dem Ernst Bloch Preis und dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Ihr neuer Roman „Antichristie“ (Hanser) wurde ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominiert und erhielt den Erich Pawlu Preis. Sie ist die Heinrich-Mann-Preisträgerin 2026.

Rahşan Weilert

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Rahşan/Ray (sie/ihr) ist als Tochter kurdischer Eltern 1996 in Deutschland geboren. Ihr sozialpolitisches Interesse hat sich früh entwickelt, sodass sie sich seit ihrem 15. Lebensjahr in verschiedenen Organisationen engagiert. Nach ihrem Examen in der Gesundheits- und Krankenpflege hat sie einen neuen Weg ins Bildungswesen eingeschlagen: Aktuell studiert sie im Master Germanistik und Geschichte auf gymnasiales Lehramt. Seit 2019 leitet sie verschiedene Projekte und führt diverse Workshops zu gesellschaftspolitischen Themen durch. Seit 2020 ist sie die Vorsitzende des Vereins Prisma Queer Migrants.

Rasha Khayat

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Rasha Khayat, *1978, wuchs in Saudi Arabien auf. 1988 siedelte die Familie um ins Ruhrgebiet. Sie studierte Komparatistik, Germanistik und Philosophie, arbeitete zunächst als Lektorin in einem großen Publikumsverlag und schließlich seit 2006 als freie Autorin und Übersetzerin. Ihr Debütroman „Weil wir längst woanders sind“ wurde vielfach ausgezeichnet und übersetzt. Seit 2022 hostet sie den feministischen Literaturpodcast „Fempire – der Podcast über Frauen, die schreiben“. 2024 erschien ihr zweiter Roman „Ich komme nicht zurück“, für den sie unter anderem das Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds erhielt. Der Roman war für den Literaturpreis der Bücherfrauen sowie für den Hamburger Literaturpreis nominiert und wurde bereits ins Kroatische übersetzt. Sie unterrichtet außerdem Creative Writing, schreibt für diverse Medien und lebt und arbeitet im Ruhrgebiet. Derzeit arbeitet sie an ihrem dritten Buch, ein Nonfictionprojekt, für das sie das Residenzstipendium im Atelier Galata/ Istanbul der Kunststiftung NRW erhielt.

Rebecca Gotthilf

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Rebecca Gotthilf ist Performancekünstlerin, politische Bildnerin und Politikwissenschaftlerin.
Mit ihrem Schwerpunkt auf Migration,  Antirassismus und (Queer-)Feminismus arbeitet sie mit intersektionaler Perspektive zwischen künstlerisch-wissenschaftlicher Theorie und Praxis. Zuletzt arbeitete sie an einem Kurzfilm zur Darstellung und Entfremdung des Selbst sowie einem Beitrag über kritische Wissenschaft im Schlussband der Reihe Work in Progress | Work on progress der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Saleem Haddad

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Saleem Haddad wurde 1983 in Kuwait-Stadt als Sohn einer irakisch-deutschen Mutter und eines palästinensisch-libanesischen Vaters geboren. Er arbeitete u.a. für Ärzte ohne Grenzen in Syrien, im Jemen und im Irak und zählt zu den bedeutenden literarischen Stimmen, die von Exil, Queerness und den Nachwirkungen von Krieg erzählen. Sein Debütroman Guapa wurde international ausgezeichnet, Floodlines vom New Yorker zu den bemerkenswerten Büchern des Jahres gezählt. Die deutsche Übersetzung erscheint im August 2026 im Albino Verlag.

Türkân Deniz-Roggenbuck

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Türkân Deniz-Roggenbuck ist Inhaberin der Kulturton-Agentur für Diversität und Transkulturalität  sowie dem Institut für Gesellschaftskuration (i.G.). Ihre Besonderheit umfasst die wissensgerechte und machtkritische Impulssetzung durch authentisch-unprätentiöse Schnittstellenarbeit im Spektrum um Diversity. Zu ihren Kernkompetenzen zählen die multiprofessionelle Berufsbiographie, diverse Lebenswirklichkeit und besonderes Fingerspitzengefühl, um unvereinbar scheinende Wirkungsbereiche miteinander zu verknüpfen. #Diversity of minds, not optics lautet das Credo, mit dem sie Menschen in Workshops, langfristigen Prozessbegleitungen und Moderationen stets auf Augenhöhe begegnet. Mit allem Dissens und Konsens, der dazugehört.


Fördermittelgebende